Die
Erweiterte Realschule Dillingen
engagiert sich für mehr Humanität
„Wie können
wir uns für mehr Menschlichkeit einsetzen?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich
28 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 an der
Erweiterten Realschule Dillingen. Im Rahmen einer Kampagne des
Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Saarland nahmen die Schüler vor Weihnachten
an einem zweitägigen Planspiel teil. Ziel der Kampagne des Jugendrotkreuzes ist
es, Jugendlichen die Ziele des Humanitären Völkerrechts zu vermitteln und sie
dabei zu unterstützen, Solidarität mit Schwächeren auszuüben. Schirmherr der
Kampagne ist DRK-Präsident Dr.
Rudolf Seiters. „Wir wollen erreichen, dass unsere Schüler
sich stärker mit humanitären Ideen auseinandersetzen. Dafür ist es sehr wichtig
zu lernen, sich in andere hineinzuversetzen und Situationen nicht nur aus der
eigenen Perspektive zu betrachten“, sagt Andreas Palmer, Projektleiter
an der Erweiterten Realschule Dillingen. In
dem Planspiel ging es um einen Konflikt zwischen den beiden fiktiven Ländern
Ratikar und Libaso. Die beiden Länder kämpfen seit mehreren Monaten um einen
kleinen Landstrich am Meer. Ihre Armeen sind auf jeweils rund 300.000 Soldaten
angewachsen; immer häufiger werden auch Kindersoldaten an die Front geschickt.
Als Folge des Krieges und einer Dürreperiode stehen beide Staaten nach
Einschätzung von internationalen Beobachtern am Rande einer humanitären
Katastrophe.
Die Schüler spielten Vertreter der beiden Länder und
übernahmen außerdem die Rollen eines Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen
für Kinder in bewaffneten Konflikten des Internationalen Komitees des Roten
Kreuzes, der Medien und eines Vertreters Deutschlands. Sie erhielten dazu
Hintergrundinformationen (u.a. zum Humanitären Völkerrecht und zu den Genfer
Konventionen), Spielanleitungen, Rollenbeschreibungen und Geheiminformationen
für die Konfliktparteien. So ausgestattet, galt es schließlich, eine Lösung für
die beiden Länder zu finden, was schließlich problemlos gelang.

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